Erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen?

„Eine große deutsche Krankenkasse hat Zahlen zu Nebenwirkungen von Covid-Impfstoffen erfasst. Das Ergebnis sei „ein erhebliches Alarmsignal“. Nach Angaben der BKK ProVita liegt die Zahl der Nebenwirkungen um ein Vielfaches höher als die, die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) offiziell bekannt gegeben werden. […]

Die Krankenkasse hat die Daten von Millionen Versicherten der BKK-Gruppe analysieren lassen. Aufgrund der ausgewerteten Daten kommt Schöfbeck zudem zu dem Schluss, dass „Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann“. Schöfbeck hat sich jetzt mit einem Brief an Prof. Dr. Klaus Cichutek, den Präsidenten des Paul-Ehrlich-Institut gewandt. Das Schreiben ging auch an den GKV-Spitzenverband, die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Ständige Impfkommission und den BKK Dachverband. […]

Der Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Cichutek, das Paul Ehrlich Institut hat mittels Pressemitteilung bekannt gegeben, dass für das Kalenderjahr 2021 244.576 Verdachtsfälle für Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung gemeldet wurden. Die unserem Haus vorliegenden Daten geben uns Grund zu der Annahme, dass es eine sehr erhebliche Untererfassung von Verdachtsfällen für Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung gibt. […]

Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5-3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen. Das sehen wir als erhebliches Alarmsignal an, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muss. Die Zahlen können in unseren Augen relativ leicht und auch kurzfristig validiert werden, indem die anderen Kassenarten (AOKen, Ersatzkrankenkassen etc.) um eine entsprechende Auswertung der ihnen vorliegenden Daten gebeten werden. Hochgerechnet auf die Anzahl der geimpften Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass circa 4-5 Prozent der geimpften Menschen wegen Impfnebenwirkungen in ärztlicher Behandlung waren.

In unseren Augen liegt eine erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen vor. Es ist ein wichtiges Anliegen die Ursachen hierfür kurzfristig auszumachen. Unsere erste Vermutung ist, dass, da keine Vergütung für die Meldung von Impfnebenwirkungen bezahlt wird, eine Meldung an das Paul Ehrlich Institut wegen des großen Aufwandes vielfach unterbleibt. Ärzte haben uns berichtet, dass die Meldung eines Impfschadenverdachtsfalls circa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt. Das bedeutet, dass 3 Millionen Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen circa 1,5 Millionen Arbeitsstunden von Ärztinnen und Ärzten erfordern. Das wäre nahezu die jährliche Arbeitsleistung von 1000 Ärztinnen und Ärzten. Dies sollte ebenso kurzfristig geklärt werden.“

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/impffolgen-krankenkasse-bkk-schreibt-brief-an-paul-ehrlich-institut-li.213676

Nachtrag: Mittlerweile wurden die Auswertungen der Daten von der Seite der BKK ProVita entfernt und Andreas Schöfbeck wurde nach 21 Jahren als Vorstand der Krankenkasse vom Verwaltungsrat abberufen, da die Daten laut Presseerklärung „nicht den aktuellen Stand der Wissenschaft“ spiegeln würden und die Kasse „eine Vereinnahmung durch die sogenannte ‚Querdenker‘-Bewegung“ ablehne. Um das Alarmsignal aus den Auswertungen der Krankenkassendaten zu prüfen und ggf. auszuräumen, ist eine Prüfung der Daten dringend geboten. Allerdings wurden diese vom neuen BKK-ProVita-Vorstand bislang nicht an das zuständige Paul-Ehrlich-Institut übermittelt.

1 Kommentar zu „Erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen?“

  1. Diesen Leserbrief von mir vom 10./13. März 2022 will das Leserforum der Badischen Zeitung nicht veröffentlichen:
    Leserbrief zu BZ (Bernhard Walker) 26.2.2022 und BZ (dpa) Datum 3.3.2022, Leserbrief in der Fassung vom 13.3.2022

    Thema: BKK Pro Vita und Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen

    Der Betriebskrankenkasse Pro Vita ist sehr zu danken, dass sie den bei ihr verzeichneten Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen nachging. Sie stellte dazu fest, dass – ob leicht, mittel oder schwer – im Verhältnis ein Vielfaches mehr Personen Ärztinnen und Ärzte aufsuchten als das der Bundesregierung unterstehende weisungsgebundene, also nicht unabhängige Paul-Ehrlich-Institut bei dessen Verdachtsmeldungen veröffentlichte.

    Extreme Untererfassung, also Nichtmelden von Nebenwirkungen, ist in Deutschland längst wis­sen­schaftlich bekannt: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Paul-Ehr­lich-Institut notierten 2017 in ihrem März-Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (1) , dass nur etwa 6 % aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und 5 bis 10 % der schweren UAW gemeldet werden.
    In der EudraVigilance-Datenbank (2) der europäischen Behörde EMA lagen für den Europäischen Wirtschaftsraum EWR für Anfang 2021 bis 4.2.2022 271.421 Verdachtsfälle schwerer Nebenwirkun­gen der Covid-19-Impfungen vor. 9.754 Menschen seien an oder im Zusammenhang mit COVID-19-Impfungen gestorben. Auch hier ist mit einer großen Untererfassung zu rechnen, obwohl wenige Staaten wie Dänemark und die Niederlande viel höhere Meldequoten haben als z.B. Deutschland. Die Todes-Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung ist danach 53mal höher und die schwerer Nebenwirkungen 98mal höher als die nach Grippe-Impfungen. Die EMA-Daten sind sehr verständlich ausgewertet mit Abb./Tabellen bei http://www.impfnebenwirkungen.net. – Die Massen-Impfungen hätten deshalb außer für besonders Gefährdete längst gestoppt werden müssen.

    Für Deutschland dürften bevölkerungsbedingt etwa 20% der untererfassten obigen Zahlenwerte der EMA zutreffen. Selbst wenn ein Teil der Fälle sich nicht bestätigt, macht die starke Untererfassung das wohl viel mehr als wett. Die einige Monate nach Mehrfach-Impfungen in Großbritannien, Schwe­den und Dänemark bereits Ende 2021 per wissenschaftlichen Studien erkannte impfinduzierte Schwächung des Immunsystems („Impf-AIDS“) wird sich hierzulande wohl etwas später ausprägen.

    Bei den gemeldeten Todesarten standen im Vordergrund: unerwarteter Tod, Herzinfarkt, COVID-19, Atemnot und Ateminsuffizienz, Thrombose und Embolie, Schlaganfall, Blutungen,. Pneumonie. Bei den schwerwiegenden Erkrankungen sind es COVID-19, Atemnot und Ateminsuffizienz, akute Herzer­krankung, Thrombose und Embolie, Bewusstseinsverlust, Tremor und Krämpfe, die Herzentzündungen Myokarditis und Perikarditis, sowie Lähmung und Blutungen.

    (1) pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2017/1-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=2
    (2) https://www.adrreports.eu/de/search.html

    Mit freundlichem Gruß am 10.3.2022 , Dr. Georg Löser

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